
CN: In diesem Artikel werde ich etwas konkreter, um zu verdeutlichen, was CNs sind. Ich werde zu Beginn des Abschnitts die Themen nennen.
Schöne Sache, so eine Schwangerschaft. Oder?
Eine Schwangerschaft ist doch wundervoll, oder? In dem eigenen Körper wächst ein kleiner Mensch heran, man spürt die Bewegungen, hört bei den Vorsorgeuntersuchungen den Herzschlag und alles ist ganz dolle romantisch. Kein Wunder, dass das ein durchaus populärer Trope in Büchern ist. Allein bei Goodreads sind in etwa 3000 Titel gelistet, die diesen Trope explizit bedienen.
Doch in diesem Beitrag soll es nicht um die Schönheit und die Faszination einer Schwangerschaft gehen. Es werden keine Lobeshymnen auf den weiblichen Körper gesungen. Hier geht es darum, warum eine Schwangerschaft in den Contentnotes erwähnt werden sollte – sofern sie nicht bereits auf dem Cover oder im Klappentext ersichtlich ist.
Was sind Contentnotes
Ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden, sind die sogenannten Contentnotes und Triggerwarnungen. Braucht man sie? Spoilern sie zu sehr? Sind wir alle zu verweichlicht? Warum stand dieses und jenes Thema nicht in der Liste? Was soll Autory denn da reinschreiben? Ich habe keine Trigger und brauche das daher nicht … Die Fragen und Diskussionen, rund um das Thema, sind ebenso vielschichtig, wie die User, die darüber diskutieren. Vermutlich werden sie sich auch die nächsten Jahre – womöglich sogar Jahrzehnte – nicht einigen können.
Aber was genau sind denn jetzt Contentnotes oder Triggerwarnungen?
Grundlegend sind es erstmal Verzeichnisse, in denen Inhalte aufgelistet werden, die beim Lesen zu Unbehagen führen können. Durch diese Liste sollen Lesende selbst entscheiden können, ob sie sich die Lektüre zutrauen. Es ist also erstmal ein Weg zu einem selbstbestimmten Verhalten. Und warum wird darüber so viel diskutiert? So wie ich das wahrnehme beginnt die Diskussion schon damit, wie wir diese Liste nennen und wo wir sie im Buch platzieren. Der Name »Triggerwarnung« wird oft kritisch betrachtet, weil es einfach nicht möglich ist, jeden einzelnen Trigger abzudecken. Das stimmt natürlich. Trigger – also Auslöser – sind von Mensch zu Mensch verschieden und sind manchmal so absurd, dass wir da im Leben nicht draufkämen. Wir können sie nicht alle kennen und nicht alle aufschreiben. Das würde vermutlich auch den Rahmen sprengen.
Was wir aber machen können sind Inhaltshinweise zu geben. Sogenannte Contentnotes. Im Endeffekt ist mit Triggerwarnung und Contentnote das Gleiche gemeint, weswegen die Begriffe synonym genutzt werden, obwohl ihre Bedeutung jeweils eigentlich eine andere ist. Bei einer Inhaltsnotiz bewegen wir uns eigentlich auf der sicheren Seite. Wir geben an, was in unserem Buch vorkommt, was vielleicht zu Unwohlsein führen kann. Klingt doch eigentlich erst einmal nach einer guten Sache und ziemlich einfach, oder?
Und wie wird das bestimmt?
Da wird es wieder komplizierter. Denn natürlich gibt es dafür keine festgeschriebenen Regeln oder Listen, aus denen man sich bedienen kann. Wir Autorys sind da ein bisschen auf uns gestellt. Sollte aber eigentlich kein Problem sein, denn wir schreiben Bücher und können uns in unsere Charaktere hineinversetzen, dementsprechend ist davon auszugehen, dass wir ein gewisses Maß an Empathie mitbringen. Damit kann man eigentlich arbeiten. Trotzdem kommen immer wieder Posts, in denen gefragt wird, wie man da vorgehen soll. Ist an sich auch nicht schlimm. Lieber fragen, als keine Liste zu erstellen, nur weil man keine Ahnung hat wie.
Ich kann jetzt nur von mir aus gehen und kurz erklären, wie ich das mache. Zu allererst nehme ich mir den Klappentext vor. Was steht da schon drin? Steht da, dass Buch sehr brutal ist und Gewalttaten explizit gezeigt werden? Stehen da die Mental Health Themen, die ich im Buch behandle und wie genau ich sie darstelle? Nein, dann notiere ich mir das schon mal. Dann geht es an den Text. Welches Genre habe ich denn hier? Romance? Fantasy? Dark oder cozy? Wer ist meine Zielgruppe und was erwartet diese Zielgruppe normalerweise in dieser Art von Buch? In einem Krimi würde ich zum Beispiel eher Leichen erwarten, als in einer cozy Sommerromance. Zu guter Letzt gehe ich durch meinen Text und schaue mir die Themen genau an. Wie werden sie dargestellt? Wenn zum Beispiel klar ist, dass in dem Buch Gewalt ein Thema ist, dann schaue ich mir an, wie sich die denn äußert. Zeige ich viel Blut? Ist es Gewalt an Kindern oder an Frauen? Oder Gewalt an queeren Personen, Behinderten oder PoC? An Tieren? Ist sie psychischer Natur oder physischer? Wird sie erwähnt, angedeutet oder explizit ausgeschrieben? Sowas würde ich dann reinschreiben. Denn Gewalt ist ja nicht gleich Gewalt.
Und das mache ich jetzt für alle Themen, die ich finde. Wichtiger Punkt: Ich werde nie alles finden. Daher habe ich die Listen inzwischen auch hier auf der Website und kann sie regelmäßig updaten, wenn Leser mir was zutragen. Ich kann ja mal einen groben Überblick geben, was da so bei mir in der Liste landet:
- Alkoholkunsum
- Nikotinkonsum
- Drogen (da rede ich dann von den Sachen, die gemeinhin als solche akzeptiert werden, obwohl wir alle wissen, dass Alkohol und Zigaretten nichts anderes sind. Nur erlaubt)
- Darstellung von Gewalt und Blut (dazu dann halt wie und was)
- Depressionen; SVV etc.
- Massenpanik
- Darstellung von rassistischem Gedankengut
- Sexuelle Gewalt und wie sie sich zeigt
Das sind so die Sachen, die mir sofort in den Sinn kommen und die ich direkt schon beim Schreiben notiere.
»Ich blättere da immer drüber weg«
CN: Tiere in Gewaltkontext und Drogen
Du brauchst solche Listen nicht? Du kommst mit allen Themen gut zurecht? Du kannst es ertragen, wenn in einem Fantasybuch plötzlich und ohne Vorwarnung ein Hund getötet und gehäutet wird? Ja Glückwunsch! Ernsthaft. Dann bist DU nicht die Zielgruppe für solche Listen und kannst getrost weiterblättern – und das ist total okay. Aber du bist nicht alle. Es gibt Lesende, die das nicht können. Sei es, weil sie so sehr an Tieren hängen, dass sie es zwar ertragen, wenn in Büchern oder Filmen Menschen verletzt und getötet werden, aber nicht, wenn das Pferd in der Schlacht erschossen wird und umkippt. Menschen, die Angehörige haben, die mit bestimmten Drogen zu tun hatten und und und … Und das ist die Zeilgruppe für diese Listen.
Bei den Listen geht es auch nicht darum, Lesende zu verschrecken und daran zu hindern. das Buch zu lesen. Sie dient einzig und allein dem Zweck, diese Menschen vorzubereiten und sie zu befähigen selbst zu entscheiden, ob sie sich dazu in der Lage fühlen dieses Buch zu lesen. Auch ein Grund, warum ich sie online habe. So können sie Leser vorab schon informieren und ihre Kaufentscheidung treffen. Wäre ja Mist, wenn man Geld für ein Buch ausgibt und es dann nicht lesen kann.
Sind diese Lesenden jetzt verweichlicht? Hätte man nicht mit solchen Themen rechnen können?
NEIN!
Lesen sollte ein Safe Space sein, bei dem wir uns nur das zumuten, was wir verkraften und dabei helfen diese Listen so ungemein. Und nein, man kann anhand eines Genres nicht immer mit allem rechnen. Nehmen wir das allseits beliebte und heiß diskutierte Genre: Dark Romance. Auch hier können wir nicht immer mit allem rechnen. Vor allem wenn man sich einmal anschaut, was das Genre ursprünglich ausmachte. Ja, wir erwarten hier eher toxische Beziehungsmuster. Aber auch hier kann es helfen kurz in die Liste zu schreiben wie toxisch es wird und wie deutlich es gezeigt wird. Das tut einem Autory auch gar nicht weh 😉
Aber eine Schwangerschaft soll in die CNs? Das ist doch was Schönes!
CN: Sexuelle Gewalt, Verlust, Schwangerschaftsabbruch, ungewollte Kinderlosigkeit, in Obhutnahme
So, und jetzt kommen wir zu der wirklich spannenden Frage: Warum sollte eine Schwangerschaft in den Contentnotes gelistet werden? Ist doch eigentlich eine schöne Sache. Neues Leben kommt in die Welt und Familien werden gegründet und hach …
Das erzähl mal der Person, die seit Jahren versucht Kinder zu bekommen, um dieses schöne Gefühl auch erleben zu dürfen. Das sag mal der Person, die vergewaltigt wurde und dadurch nun ein Kind erwartet oder den Weg der Abtreibung wählte. Das sag der Person, die gerade ihr Kind verloren hat und immer noch trauert. Der Person, der die Kinder weggenommen wurden … nur um ein paar Beispiele zu nennen.
Und schon ist eine Schwangerschaft gar nicht mehr so schön, oder?
Gehen wir mal ein paar Zahlen durch. Achtung: Ab hier gehe ich konkreter auf die oben genannten CNs ein.
Laut Kriminalstatistik gab es 2024 13.320 Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und besonders schweren sexuellen Übergriffen. Man geht aber auch davon aus, dass zwischen 5% und 15% der Fälle gar nicht erst zur Anzeige gebracht werden. Es gibt allerdings keine klare Statistik darüber, wie viele der Betroffenen dabei schwanger wurden und vielleicht sogar abgetrieben oder sich für das Kind entschieden haben. Anders in den USA. Da gibt es eine Studie von Roe v. Wade, die von etwa 64.000 Schwangerschaften, durch Vergewaltigung ausgehen. Das sind zusammen über 70.000 potenzielle Lesende und ihre Angehörigen, die durch dieses Thema vorbelastet sein könnten.
Weiter zu den ungewollt Kinderlosen. Da sind wir laut Schätzungen und Umfragen (unter anderem durch das BMFSJ) bei jedem zehnten Paar zwischen 25 und 49, die ungewollt keine Kinder haben. Paare! Andere Studien schauen sich die Einzelpersonen an und gehen von etwa 1,4 Millionen Frauen und Männer, die keine Kinder haben, obwohl sie sich dies wünschen.
Ältere Regierungsantworten (Studie von 2013) lassen annehmen, dass rund 25% der kinderlosen Erwachsenen zwischen 20 und 50 Jahren, ungewollt kinderlos sind. Ist ein wichtiger Punkt, denn kinderlos heißt nicht gleichzeitig auch ungewollt kinderlos.
Diese Menschen haben entweder nie den geeigneten Partner gefunden, haben ihre Kinder bereits in der Schwangerschaft verloren oder später … oder sie versuchen es seit Jahren und geben auch super viel Geld dafür aus, damit sich ihr Wunsch endlich erfüllt. Wie schmerzhaft muss dieses Thema für sie sein?
Thema Abtreibung. Ja, wir können nicht sagen, wie viele Abtreibungen aufgrund einer Vergewaltigung vorgenommen wurden, aber es wurden 2023/2024 rund 106.000 Schwangerschaften im Rahmen der Beratungsregelung (§ 218 StGB) durchgeführt. Und es ist egal, warum man sich gegen das Kind entschieden hat: Es ist ein Eingriff, den nicht jeder so gut wegsteckt. Da geht es übrigens auch nicht nur um die direkt betroffenen Frauen, die sich für diesen Eingriff entschieden haben (oder, schlimmsten Falls, dazu genötigt wurden), sondern auch um die Partner*innen, die mit dieser Entscheidung leben müssen. Die darf man dabei auch nicht vergessen.
Andere Ursachen, warum dieses Thema schwierig ist
CN: Fragen und Absprechungen, die eine schwangere Person sich anhören darf. Und Stille Geburt
Ich glaube, bis hier hin ist jetzt jedem klar, warum das Thema Schwangerschaft nicht ganz so einfach ist. Aber jetzt wird es für einige vermutlich nicht mehr ganz so greifbar. Denn es gibt ja auch Menschen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden. Auch wenn ihnen das gerne abgesprochen wird! Ich schwöre, nicht jeder Mensch mag Kinder oder sieht sich in der Lage Kinder aufzuziehen. Auch ein Punkt: Nur weil man keine Kinder will, heißt das nicht, dass man keine Kinder mag. Vielleicht ist man einfach viel lieber der Onkel oder die Tante. Vielleicht hat man mental zu viele Baustellen und traut sich das nicht zu. Es gibt auch hier wieder super viele Gründe, warum man sich gegen Kinder entscheidet und auch diese sollten nicht bewertet werden.
Aber vielleicht möchten diese Menschen nicht über Schwangerschaften lesen.
Gerade Frauen werden mit diesem Thema gefühlt ihr Leben lang belästigt. Dauernd diese ätzenden Fragen, wann denn endlich die Enkel kommen. Wann denn das zweite Kind kommt. Will man nicht langsam an Familie denken. Hach du wirst mal hübsche Kinder haben, wenn du groß bist. Und wehe eine Frau wagt es zu sagen, dass sie keine Kinder haben möchte. Das wird ihr direkt abgesprochen. Als hätte sie einfach keine Ahnung. Es ist gar nicht so leicht eine Sterilisation zu bekommen und dann muss man die auch noch selbst bezahlen, wenn die nicht aus gesundheitlichen Gründen von der Krankenkasse übernommen wird.
Oder man hat den gesamten Tag auf Arbeit oder privat mit Kindern oder Schwangerschaften zu tun und will das nicht auch noch in Büchern lesen, während man einfach abschalten will. Ich denke da übrigens auch an medizinisches Fachpersonal. Eine Hebamme, die gerade eine Stille Geburt begleitet hat? Die das nicht so gut wegsteckt und gerade einfach nicht kann?
Okay, das war vielleicht noch gut zu verstehen.
Tokophobie
CN: Achtung, ich rede hier über meine Schwangerschaft und beschreibe einige Punkte näher.
Jetzt aber… Menschen wie ich. Ich bin Elternteil. Ich war einmal schwanger. Ich WOLLTE das KIND. Wichtig, denn ich liebe mein Kind ganz dolle und würde dem was passieren, wäre meine Welt ein Scherbenhaufen. Aber ich ekel mich vor Schwangerschaften. Die Schwangerschaft war der Horror für mich. Da bewegte sich etwas in mir. Da wuchs etwas in mir. Ich hatte keine Kontrolle darüber. Und es war ein Akt der Weiblichkeit, der mich fertig gemacht hat. Ich glaube, nie in meinem Leben war meine Körperdysphorie so groß, wie in den Monaten der Schwangerschaft und in der Zeit des Stillens. Ich habe mich vor mir selbst geekelt und mich danach gegen weitere Kinder entschieden.
Ich durfte mir in der Zeit dauernd anhören, wie undankbar ich sei. Dass das sooo schön ist, wenn man die Bewegungen spürt und sieht. Das ich unbedingt viele Fotos machen müsste. Spoiler: Es gab in der Schwangerschaft ein Foto-Verbot. Keiner durfte mich fotografieren. Und wehe einer wollte den Bauch anfassen. Kann ich ja gar nicht ab. Als schwangere Person bist du deine Selbstbestimmung scheinbar schneller los, als das du Stopp sagen kannst.
Und so wie mir geht es auch vielen anderen Menschen. Sie ekeln sich vor Schwangerschaften oder haben sogar eine sogenannte Tokophobie.
Das ist eine Schwangerschaftsphobie. Die anhaltende Angst vor der Schwangerschaft, Geburt oder den damit verbundenen körperlichen und psychischen Veränderungen. Sie kann dazu führen, dass man die Schwangerschaft vermeidet oder an enormen Stress leidet – und da ist der Kinderwunsch scheiß egal. Es gibt diese Phobie in zwei großen Varianten. Primär, ohne das eine Geburtserfahrung vorliegt und Sekundär, die nach einer traumatischen Geburt auftritt.
ich zum Beispiel, würde im Leben keinen Bauch anfassen, in dem ein Kind drin ist. Ich möchte auch nicht darüber lesen. Das war immer schon so und ich habe keine Ahnung warum. Ich freue mich für jede schwangere Person, die sich auf das Kind freut und fiebere mit. Aber bitte zwingt mich nicht zum Anfassen oder zum Ansehen der Shooting Fotos, bei denen stolz der Bauch gezeigt wird. Sorry, aber da bekomme ich Würgereflexe. Und das ist auch echt nicht böse gemeint und schon gar nicht gegen das Leben, dass da entsteht, gerichtet. Ganz viel Liebe für jede Person, die Kinder möchte, hat oder gerade bekommt!
Contentnote »Schwangerschaft«
Du hast es geschafft bis hier her zu gelangen. Danke schon einmal dafür.
Ich habe dir hier sehr viele Gründe aufgezeigt, warum eine Schwangerschaft nicht immer das Schönste auf der Welt ist. Ich habe in einem meiner Bücher auch eine Schwangerschaft. Ich kann es nicht ausschreiben, weswegen sie lediglich erwähnt wird und zum nächsten Band skippen wir fünf Jahre. Aber ich habe sie in dem Buch als Contentnote drin, weil – und das ist der Knackpunkt – sie nicht im Klappentext drin steht.
Bei Goodreads gibt es etwa 3000 Titel, die mit dem Pregnancy Trope werben. 3000 Titel, bei denen es mir und anderen Lesenden also von vornherein klar ist, worum es da geht. Und diese Titel können auf die CN vielleicht verzichten. Es wäre natürlich cool, wenn zumindest erwähnt wird, wie viel Gewicht das Thema hat. Wird sie erwähnt? Ist es der Weg dorthin und am Ende hat es geklappt? Oder begleiten wir die Schwangerschaft richtig? Aber das ist wirklich sehr leserfreundlich. Wenn es im Klappentext schon drin ist, ist es auch klar.
Aber was ist mit den Büchern, wo das nicht der Fall ist? Da liest man nichts Böses ahnend, und plötzlich ist die Protagonistin schwanger. Und das Buch geht nicht zehn Kapitel. Oder die Schwangerschaft wird missbraucht, um die Beziehung zu retten. Oder sexualisiert. Oder oder oder. Man wird davon halt plötzlich überrascht. Und dann befindet man sich vielleicht in der Lage, dass das Thema einen so hart hitted, dass man zusammenbricht. Wenn man vorher weiß, dass sie vorkommt, kann man sich darauf einstellen oder die Entscheidung treffen, ob man das Buch lesen kann oder nicht.
Fazit
Ja, man kann nicht jeden Trigger finden und auflisten, aber eine Schwangerschaft ist nichts Absurdes oder Seltenes in unserer Gesellschaft. Ebensowenig die Gründe, warum man das Thema nicht erträgt. Also bitte tut das Thema nicht einfach so ab und meckert, dass das ja wohl zu weit geht, weil das total normal ist. Die Schmerzen und der Ekel, den manche Menschen dabei empfinden sind auch da. Und diese Gefühle sind genauso echt und in Ordnung, wie die Liebe und die Freude, die das Thema auch mit sich bringen kann.
Es ist ein Thema, das uns immer wieder begegnet und so viele unterschiedliche Schicksale betrifft. Für uns Autorys ist eine nur eine Zeile in einer Contentliste. Für einen Lesenden kann das den Unterschied zwischen Vorbereitung und Zusammenbruch darstellen. Ich möchte von diesem Thema nicht unerwartet getroffen werden. Und daher die Bitte: Nehmt das ernst und zeigt ein bisschen Empathie. Kinder sind Teil unserer Gesellschaft und damit auch alles, was dazugehört. Wir werden also genug beschallt, gönnt uns als wenigstens die Vorbereitung oder die Macht selbst entscheiden zu können, ob wir das Thema gerade schaffen/wollen oder nicht.
Mehr Empathie kann der Welt nur guttun. Oder?

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